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TV Wiblingen

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...wie alles begonnen hat

:: Geschichte

 

 

 

 

Wir schreiben das Jahr 1919, Nachkriegszeit in Deutschland. Den Krieg gerade überstanden, nimmt der TV Wiblingen wieder sein Sportprogramm vollständig auf. Es wird endlich wieder Sport betrieben. Doch es sollte nicht lange dauern, dass im Verein nur geturnt wird. Durch Wilhelm Battran wird dem Verein die, damals proletenhafte, Sportart näher gebracht und weckt vor allem bei den jüngeren Mitgliedern schnell großes Interesse. Bereits 1920 wurde, wenn auch mit Widerständen, mit dem damaligen Vorstand Karl Zeitler und Zahlmeister Gotthilf Klein die Fußballabteilung des TV Wiblingen gegründet. Die erste Hürde war genommen, doch es stellte sich sehr schnell das nächste Problem- keinen Platz. Nach vielen Bemühungen erklärten sich die Militärbehörden bereit Ihren Exerzierplatz an der Schleifmühle zur Verfügung zu stellen.

Nach dem Beitritt in den süddeutschen Fußball - und Leichtathletikverband werden erstmals in der Zeit zwischen 1921 und 1923 Punktspiele mit wechselnden Erfolgen ausgetragen. Nach Jahrelangen Querelen zwischen dem deutschen Fußballbund und der deutschen Turnerschaft und einem vorübergehenden Austritt beim süddeutschen Fußball - und Leichtathletikverband am 6. August 1926, entschließt sich der Verein doch zur Eingliederung in den Turnerfußball. Binnen kürzester Zeit verfügt die Fußballabteilung des TV Wiblingen 3 aktive Mannschaften und eine Jugendmannschaft.

Durch überraschende Erfolge in Punktspielen gegen Ulm, Klingenstein, Lonsee, Erbach und Weißenhorn wünschen Vereine die dem süddeutschen Fußball - und Leichtathletikverband (SFLV) angehören, Freundschaftsspiele. So spielten die Mannschaften des TV Wiblingen bei inoffiziellen Begegnungen unter anderem gegen Sportvereinigung Ulm oder den SV Söflingen und krönten Ihren Erfolg 1927 mit dem 1:0 Sieg gegen TG Tübingen und den Gewinn der Pokalmeisterschaft der Turner.

Am 12 September 1929 tritt der Verein wieder dem SFLV bei und besiegelte somit den Einstieg in eine Fußballzeit, auf die der Verein stolz sein kann. Nach dem Aufstieg in die A - Klasse 1930 beeindruckt die Elf mit tollen Spielen und guten Mittelplatzierungen.

Nach dem Kriegsausbruch 1939 enden somit alle Punktspiele. Es sollte 6 Jahre dauern bis endlich wieder Fußball gespielt werden kann. Erst 1946 gelingt es dem Verein die Fußballabteilung neu zu sondieren. Durch den Krieg bis ins Jahr 1945 hatte der Verein viele junge, gefallene Fußballer zu verzeichnen. Doch wie schon 27 Jahre zuvor fing sich der Verein sehr schnell und konnte 1947 sich den Aufstieg in die B - Klasse  sichern und nach 2 Jahren durch den Aufstieg in die A - Klasse weiter ausbauen.

1950 war es endlich soweit. Die erste Sportanlage des TV Wiblingen 1905, am Binsenweiher konnte eingeweiht werden. Doch die Freude hielt hier nur kurz; 1952 stieg die Mannschaft der Fußballabteilung in die B - Klasse ab. Dies sollte jedoch nur eine Verschnaufpause sein. 1953 war der Verein wieder zurück in der A - Klasse und zog als Bezirkspokalmeister 1954 in die zweite Amateurliga ein. Nach drei Jahren erfolgreicher Spielen in der zweithöchsten Amateurklasse stieg Wiblingen wieder ab. Auch hier sollte es nur eine kurze Verschnaufpause sein, denn in der Saison 1959 / 60 wiederholt sich die Laufbahn und der Verein spielt wieder in der zweiten Amateurklasse, pünktlich zum 40 jährigen Jubiläum der Fußballabteilung. Die folgenden Jahre stellen sich als turbulent heraus und erinnern an ein Wechselbad der Gefühle. Hier ein kurzer Zeitraffer;

1967 Abstieg in die A - Klasse - 1969 Wiederaufstieg der nur eine Saison hält. Folge ist eine Verjüngung der Mannschaft. Diese zählt in den folgenden 7 Jahren zu den spielstärksten Mannschaften in der A - Klasse. In diesem Jahr schließt sich die BSG Telesport der Fußballabteilung des TV Wiblingen an und bildet in den nächsten Jahren ein Glied in der Vereinsgemeinschaft. - 1977sichert sich der Verein den Einzug in die zweite Amateurklasse und durch das belegen des 10. Tabellenplatz den Einzug in die neu gegründete Landesliga 1978 in der die Mannschaft von vorn herein an der Spitze mitspielt.

Staffelleiter Heinz Kneer erklärt beim Staffeltag im Juli 1984 eine Statistik über die Zugehörigkeit der Vereine zur 2 Amateurliga / Landesliga seit ´65 und gibt zu verstehen, dass der TV Wiblingen zur Spitze zählt und eine führende Position hinter dem SSV Ulm 1846 im Bezirk Donau - Iller darstellt. Doch die Erfolgsgeschichte reißt nicht ab. Ein weiterer Höhepunkt ist der Gewinn der Verbandsmeisterschaft durch ein Entscheidungsspiel gegen SpVgg Au vor 2843 zuschauern. Rainer Hofele erzielt in der 23. Sekunde das 1:0 und versetzt den TV Wiblingen in Freude.

VEREIN UND JUGEND

Die Jugendmannschaften des TV Wiblingen 1905 spielen meist in den obersten Jugendklassen, da sich der Verein beinahe ausschließlich auf den Nachwuchs der eigenen Jugend stützt. Besonders spannend macht es die A - Jugend 1993 in der Aufstiegsrunde zur Verbandsstaffel gegen Biberach, Neuravensburg und Ehingen. Nach zwei Spieltagen haben alle vier Mannschaften 2:2 Punkte und Wiblingen bildet mit einem Torverhältnis von 5:8 das Schlusslicht. In einem überragendem und triumphalen Sieg gegen Neuravensburg mit 12:0 Endstand kann sich jedoch Wiblingen klar durchsetzten und somit in die Verbandsstaffel aufsteigen. Bereits 2 Jahre zuvor wurde unsere B - Jugend Meister der Verbandsliga und stellt SSV Ulm klar auf den 2. Platz ab. Leider ist beim würtembergischen Endspiel gegen die Mannschaft des VFB Stuttgart nur der Vizemeister drin. Mit einer Niederlage gegen die Profis vom VFB freut man sich jedoch gewaltig über den zweiten Platz.

Erfolgsgeschichten wie sich hier ereignet haben, ist besonders fachkundigen, engagierten und zielbewussten  Trainer und Beteiligten zuzuschreiben. zu diesen zählen wir Eugen Dangel, Georg Gyaja, Josef Römer, Max Locher, Helmut Frank und viele mehr, die konstant und zuverlässig den Nachwuchs erbringen und für den aktiven Bereich vorbereiten. Dort werden diese dann von Wilhelm Jakob, Max Fischer, Karl - Heinz Haciok, Ludwig stahl und Edgar Uhlmann zu entsprechenden Leistungen geführt.

1984 gibt Stefan Strobel nach 13 jähriger Laufbahn die Abteilungsleitung an Herman Engel ab, der zuvor im Gesamtverein als technischer Leiter fungierte. Durch die drastische Vergrößerung von Wiblingen steht der Verein im Jahre 1990 vor neuen Herausforderungen. Da das Gebiet um den Binsenweiher sich nicht mehr weiter ausbauen lassen kann, (Naturschutzgebiet), lässt die Stadt eine neue Bezirkssportanlage am Tannenplatz bauen. Also war die Entscheidung klar und jedoch bitter - der Umzug vom Binsenweiher an die Bezirkssportanlage am Tannenplatz ist beschlossenen Sache. Von der Verkehrsanbindung und technisch nicht zu vergleichen mit dem Standort Binsenweiher ist die neue Anlage. Dennoch wurden in den vergangenen Jahrzehnten große Erfolge an der idyllischen Heimat des TV Wiblingen erzielt. Folglich verließen die Fußballer mit schweren Herzens den Binsenweiher 1994.

Nach fünfundzwanzigjähriger Zugehörigkeit zur Landesliga steigt die erste Mannschaft im Jahr 1999 in die Bezirksliga ab in der sie seither spielen. Die AH setzt Impulse und verhilft der Mannschaft zum Aufstieg in die A - Klasse 2002. Udo Pfeffer übernimmt das Amt der Abteilungsleitung von Herman Engel nach 17 jähriger Laufbahn im Verein worauf Jugendtrainer und Jugendleiter Dr. Gerhard Bantle 2003 die Nachfolge antritt. Eugen Neidhart, ehrenamtlicher Kassierer, Betreuer und stellvertretender Abteilungsleiter tritt 2001 / 02 in den wohlverdienten Ehrenruhestand.

Eugen Dangel, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Fußballabteilung fungiert noch heute als Beisitzer für besondere Aufgaben und unterstützt tatkräftig die Alt - AH.

Am 13, Oktober 2000 schließt der TV Wiblingen 1905 e.V. einen Kooperationsvertrag mit dem FC Srbija e.V.  und stellt eine weitere Mannschaft ab der Saison 2001 / 2002 in der Kreisliga B.

In allen Jahren bewährt sich die Fußballabteilung des TV Wiblingen 1905 e.V. auch in zahlreichen Freundschaftsspielen, Pokalturnieren und bei den Begegnungen um den Pokal der Stadt Ulm bestens. Immer wieder gelingt es, qualifizierte Trainer zu verpflichten. Was die Abteilung jedoch besonders auszeichnet, ist die seit vielen Jahren gepflegte Kameradschaft in guten doch auch in weniger guten Zeiten. Diese Pflege des Gemeinschaftsgeistes ist ein gutes Unterpfand für die kommenden Jahre.

 

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